Die Sternsinger ziehen an diesem Wochenende wieder durch die Gemeinden. Das ist wohl das augenfälligste und bekannteste an diesem Sonntag, denn am 6. Januar feiern wir das Dreikönigsfest, so lautet sein Name im Volksmund. Doch heißt dieser Festtag auch Epiphanias bzw. Epiphanie oder Erscheinung des Herrn: Als die drei Weisen aus dem Morgenland an die Krippe treten, da findet eine Gottesbegegnung, eine Epiphanie, statt.
Vielleicht fragt ihr euch auch irgendwann einmal, wie man sich eine Gottesbegegnung überhaupt vorstellen kann oder ob ihr möglicherweise bereits einmal eine hattet? Die biblischen Bilder wie das vom brenndenden Dornbusch zum Beispiel, die sind zwar tief, wunderschön und auch geheimnisvoll, aber schwierig auf das eigene Leben und Erleben hin auszudeuten.
Mir ist bei meinen persönlichen Fragen Karl Rahner aufschlußreich gewesen, deshalb möchte ich euch daran teilhaben lassen: "Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht sein“ sagt Karl Rahner. In einer Schrift des Claretinerpaters Josef Garcia Cascales mit dem Titel „Gotteserfahrung – Christuserlebnis“ ist Karl Rahner mit einer Reihe von Fragen angeführt, wo die tiefen entscheidenden Theophanien – Christuserlebnisse geschehen, wie z. B.:
>>Haben wir schon einmal geschwiegen, obwohl wir uns verteidigen wollten, obschon wir ungerecht behandelt wurden? Haben wir schon einmal verziehen, obwohl wir keinen Lohn dafür erhielten und man das schweigende Verzeihen als selbstverständlich annahm? Haben wir schon einmal gehorcht, nicht weil wir mussten und wir sonst Unannehmlichkeiten gehabt hätten, sondern bloß wegen jenes Geheimnisvollen, Schweigenden, Unfassbaren, das wir Gott und seinen Willen nennen? Haben wir schon einmal geopfert, ohne Dank, Anerkennung, selbst ohne das Gefühl einer inneren Befriedigung? Waren wir schon einmal restlos einsam? Haben wir uns schon einmal zu etwas entschieden, rein aus dem innersten Spruch unseres Gewissens heraus, dort, wo man es niemand mehr sagen, niemand mehr klarmachen kann, wo man ganz einsam ist und weiß, dass man eine Entscheidung fällt, die niemand einem abnimmt, die man für immer und ewig zu verantworten hat? Haben wir schon einmal versucht, Gott zu lieben, dort wo keine Welle einer gefühlvollen Begeisterung einen mehr trägt, wo man sich und seinen Lebensdrang nicht mehr mit Gott verwechseln kann, dort, wo man meint zu sterben an solcher Liebe, wo sie erscheint, wie der Tod und die absolute Verneinung, dort, wo man scheinbar ins Leere und gänzlich Unerhörte zu rufen scheint, dort, wo alles ungreifbar und scheinbar sinnlos zu werden scheint? Haben wir einmal eine Pflicht getan, wo man sie scheinbar nur tun kann mit dem verbrennenden Gefühl, sich wirklich selbst zu verleugnen und auszustreichen, wo man sie scheinbar nur tun kann, indem man eine entsetzliche Dummheit tut, die einem niemand dankt? Waren wir einmal gut zu einem Menschen, von dem kein Echo der Dankbarkeit zurückkommt, und wir auch nicht durch das Gefühl belohnt werden, "selbstlos" anständig gewesen zu sein?<<
Rahner ist zugegeben heftige Kost. In einem Song von PUR heißt es:
Doch längst nicht alle lassen sich verkaufen,
nicht für dumm
Sie stellen die gefährlichste der Fragen: WARUM???
Ganz egal, was du tust
Und ganz egal, wo du anfängst
Lass sie einfach labern
Lass sie denken, was sie woll'n
Denn es zählt nur, dass du weißt
Worauf es dir ankommt
Und was dein Gewissen erträgt
Bis die letzte Stunde schlägt
Vielleicht fragt ihr euch auch irgendwann einmal, wie man sich eine Gottesbegegnung überhaupt vorstellen kann oder ob ihr möglicherweise bereits einmal eine hattet? Die biblischen Bilder wie das vom brenndenden Dornbusch zum Beispiel, die sind zwar tief, wunderschön und auch geheimnisvoll, aber schwierig auf das eigene Leben und Erleben hin auszudeuten.
Mir ist bei meinen persönlichen Fragen Karl Rahner aufschlußreich gewesen, deshalb möchte ich euch daran teilhaben lassen: "Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht sein“ sagt Karl Rahner. In einer Schrift des Claretinerpaters Josef Garcia Cascales mit dem Titel „Gotteserfahrung – Christuserlebnis“ ist Karl Rahner mit einer Reihe von Fragen angeführt, wo die tiefen entscheidenden Theophanien – Christuserlebnisse geschehen, wie z. B.:
>>Haben wir schon einmal geschwiegen, obwohl wir uns verteidigen wollten, obschon wir ungerecht behandelt wurden? Haben wir schon einmal verziehen, obwohl wir keinen Lohn dafür erhielten und man das schweigende Verzeihen als selbstverständlich annahm? Haben wir schon einmal gehorcht, nicht weil wir mussten und wir sonst Unannehmlichkeiten gehabt hätten, sondern bloß wegen jenes Geheimnisvollen, Schweigenden, Unfassbaren, das wir Gott und seinen Willen nennen? Haben wir schon einmal geopfert, ohne Dank, Anerkennung, selbst ohne das Gefühl einer inneren Befriedigung? Waren wir schon einmal restlos einsam? Haben wir uns schon einmal zu etwas entschieden, rein aus dem innersten Spruch unseres Gewissens heraus, dort, wo man es niemand mehr sagen, niemand mehr klarmachen kann, wo man ganz einsam ist und weiß, dass man eine Entscheidung fällt, die niemand einem abnimmt, die man für immer und ewig zu verantworten hat? Haben wir schon einmal versucht, Gott zu lieben, dort wo keine Welle einer gefühlvollen Begeisterung einen mehr trägt, wo man sich und seinen Lebensdrang nicht mehr mit Gott verwechseln kann, dort, wo man meint zu sterben an solcher Liebe, wo sie erscheint, wie der Tod und die absolute Verneinung, dort, wo man scheinbar ins Leere und gänzlich Unerhörte zu rufen scheint, dort, wo alles ungreifbar und scheinbar sinnlos zu werden scheint? Haben wir einmal eine Pflicht getan, wo man sie scheinbar nur tun kann mit dem verbrennenden Gefühl, sich wirklich selbst zu verleugnen und auszustreichen, wo man sie scheinbar nur tun kann, indem man eine entsetzliche Dummheit tut, die einem niemand dankt? Waren wir einmal gut zu einem Menschen, von dem kein Echo der Dankbarkeit zurückkommt, und wir auch nicht durch das Gefühl belohnt werden, "selbstlos" anständig gewesen zu sein?<<
Rahner ist zugegeben heftige Kost. In einem Song von PUR heißt es:
Doch längst nicht alle lassen sich verkaufen,
nicht für dumm
Sie stellen die gefährlichste der Fragen: WARUM???
Ganz egal, was du tust
Und ganz egal, wo du anfängst
Lass sie einfach labern
Lass sie denken, was sie woll'n
Denn es zählt nur, dass du weißt
Worauf es dir ankommt
Und was dein Gewissen erträgt
Bis die letzte Stunde schlägt
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