"Von Gott verbrüht und von den Menschen berührt […].
Von Gott berührt und von den Menschen verbrüht.
Ich hab keine Angst zu fallen während ich versuche zu stehen.
Das ist, wie ich mich fühle."
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4 Kommentare:
Diese Zeilen aus einem Lied der Band «Tomte», haben sich im Laufe der letzten Tage klammheimlich in meine Playlist geschlichen.
Die Band selbst schreibt zu diesem Stück, dass man Gott am besten durch Schicksal ersetzten solle, nur da sich Schicksal nicht so gut singen lässt, hätten sie Gott als Synonym verwendet.
Ansonsten halten die Bandmitglieder Gott für „irgend so einen metaphysischen Freak“.
Aber lässt Gott sich hier tatsächlich einfach durch das Wort Schicksal ersetzen ?
Mögen die Zeilen (wie auch der gesamte Text des Liedes) beim ersten lesen unstimmig oder zusammenhangslos erscheinen, aber ist es nicht genau das was wir oftmals erleben?
Mal fühlen wir uns von den Menschen verbrüht, mal zu tiefst berührt.
Wir wissen uns bei Gott allzeit angenommen und fühlen uns doch immer wieder von Ihm versetzt, verbrüht.
Und gleichzeitig bauen wir auf ein unerschütterliches Grundvertrauen, das uns sagen lässt: „Ich habe keine Angst zu fallen während ich versuche zu stehen.“
Eine merkwürdige Konstellation...
„Das ist, wie ich mich fühle“
Herzlich willkommen daheim!!!
Was für verkorkste Fragen und Gedanken, musste ich mir oft sagen lassen. Du bist wohl nicht genügend ausgelastet, die logische Erklärung.
Paradoxa, scheinbar Gegenläufiges, Unstimmiges ... sind in der Theologie nicht wegzudenken, ermutigte mich hingegen ein Spiritual der Jesuiten.
Ich lasse mich auf diese/deine Fragen ein!
Du wirst von mir hören!
Dem Anschein nach sind es wohl Verkorkste Fragen und Gedanken...
In dem Lied "Was den Himmel erhellt" von Tomte heißt es:
"Ich habe mich mit Gott geprügelt,
ich habe Dämonen gesagt was mir nicht passt!"
Vielleicht gehört es dazu, damit sich der "Himmel erhellt"...
Ich glaube daran, dass es dazugehört!!!
Noch in der Nacht stand Jakob auf, nahm seine beiden Frauen und seine beiden Mägde und seine elf Söhne und ging über die Furt des Jabbok. Er nahm sie und führte sie über den Fluß; auch all seine Habe brachte er hinüber. Jakob aber blieb allein zurück. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte anbrach. Als der sah, daß er ihn nicht zu überwältigen vermochte, schlug er ihn auf das Hüftgelenk. Und Jakobs Hüftgelenk wurde verrenkt, als er mit ihm rang.
Und er sprach: "Laß mich los; die Morgenröte bricht an." Jakob aber antwortete: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn." Er sprach zu ihm: "Wie heißt du?" Dieser antwortete: "Jakob." Da sprach er: "Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel (d.h. Gottesstreiter). Denn du hast mit Gott und mit Menschen gestritten und hast obsiegt." Und Jakob fragte: "Sag an, wie heißt du?" Er aber sprach: "Warum fragst du, wie ich heiße?" Und er segnete ihn daselbst. Und Jakob nannte die Stätte Pniel (d.h. Angesicht Gottes); denn - sagte er - da habe ich Gott von Angesicht zu Angesicht geschaut und bin am Leben geblieben. Und als er an Pniel vorüber war, ging die Sonne auf; er hinkte aber an der Hüfte.
(1. Mose 32,22-31)
Später habe ich gemerkt, dass alle, die glauben, ein wenig hinken, wie Jakob, nachdem er mit dem Engel gekämpft hat... (D. Sölle)
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