20. September 2008

"Bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?" Mt 20,1-16



Eckart von Hirschhausen: Über Mensch und Geld.

1 Kommentar:

Lisa hat gesagt…

Folgenden Impuls hat Pater Nikolaus aus Meschede zum Sonntagsevangelium geschrieben:

"Mit Grauen erinnere ich mich an den Sportunterricht während meiner Schulzeit. Ob beim Laufen, beim Weitsprung, beim Kugelstoßen; egal wobei: Ich war immer der Letzte! Mit Bauchschmerzen saß ich morgens im Schulbus, wenn die Bundesjugendspiele anstanden… – von wegen: „die Letzten werden die Ersten sein“.

Jesus erzählt von einem Gutsbesitzer, der mehrfach am Tag auf den Markt ging, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben. Am Abend gab er allen den gleichen Lohn, egal ob sie nun zwölf Stunden oder auch nur eine Stunde gearbeitet hatten.
Dass die, die am längsten gearbeitet hatten, darüber sauer waren, kann ich gut verstehen; denn das ist ungerecht!

Und doch sagt Jesus, dass es im Himmelreich so vonstatten gehe. Wenn wir von Gerechtigkeit reden, haben wir andere Vorstellungen…
Dabei übersehen wir einen entscheidenden Satz im Sonntagsevangelium, den Jesus dem Gutsherrn in den Mund legt:

„Bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?“"

Ich finde diese Gedanken bringen das Gleichnis Jesu, dass jeder menschlichen Logik entbehrt und unser Gerechtigkeitsempfinden stört, uns ein Stückweit näher.