
Jesaja 45.8:
"Taut, ihr Himmel, von oben, / ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen!
Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, / sie lasse Gerechtigkeit sprießen. /
Ich, der Herr, will es vollbringen."
"Taut, ihr Himmel, von oben, / ihr Wolken, lasst Gerechtigkeit regnen!
Die Erde tue sich auf und bringe das Heil hervor, / sie lasse Gerechtigkeit sprießen. /
Ich, der Herr, will es vollbringen."
Jeweils Donnerstags um 19 Uhr finden zur Vorbereitung auf das Weihnachtsfest am 4. und 11. Dezember in der Pfarrkirche St. Bonifatius und am 18. Dezember in der Heinrichshöhle thematisch gestaltete Rorate-Messen, also Messen in einer nur mit Kerzen beleuchteten Kirche oder Höhle statt.
5 Kommentare:
Was haben Regen und Tau mit Gott zu tun?
Tauet Himmel, von oben, ihr Wolken, regnet den Gerechten: Es öffne sich die Erde und sprosse den Heiland hervor.
Hier zeigt sich die sehnsüchtige Erwartung nicht nur der Menschen, sondern der ganzen Schöpfung auf den Erlöser, den „Heiland“, der der ganzen Welt Heil und Frieden bringen wird. So wie Tau und Regen die Erde zum Sprossen und Blühen bringen, so soll Gott von oben jemanden schicken, der das, was in mir verdorrt ist, mit neuem Leben erfüllt. An Weihnachten ist Gott auf unsere Erde gekommen, und er will immer wieder bei uns ankommen.
(Pater Maurus)
Das hat jetzt gar nichts mit Regen und Tau und dem lieben Gott zu tun. Oder?
Ich freu mich jetzt schlicht und einfach, ganz profan, dass die Technik wieder mitspielt und dich hier einlässt.
Und doch: Freude ist doch ein Zeichen von Leben, Lebendigkeit. Freude kommt nur auf, wenn sich etwas auf-tut, öffnet.
Grund der Freude ist schließlich nicht die Technik, sondern ein DU ...
Als Schlußlied des Gottesdienstes "Tauet Himmel den Gerechten", das die Gedanken hierher lenkt.
"Wir haben heute zwar noch nicht Gaudete - >Freuet euch!< - dennoch eine kleine Sonntagsgabe für dich.", legt mir jemand ein kleines Päckchen in die Hand.
Ich öffne es, noch im Auto, und bleibe lange über den Zeilen der ersten Seite sitzen, bevor ich ins Haus hinein gehe:
HEIL ERSEHNEN
Dunkel ertragen.
Verlassenheit annehmen.
Gebrochenheit aushalten.
Schweigen durchstehen.
Hoffen
auf das Ende der Nacht,
die Hand, die mich hält,
das Wort, das mich heilt.
Mich ausstrecken nach dem,
der da kommt.
Im Hintergrund läuft zufällig "Übers Jahr", eine poetische Natur- und Lebensbetrachtung von Wolfsheim.
Und ich hatte bereits angenommen, dass mir bei den vielen Überstunden im Konsumtempel die Adventszeit diesmal nicht so nahe kommt ...
Mensch und Schöpfung
in sehnsüchtiger Erwartung
"Das eine dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind." (2. Petr. 8)
"Das eine dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind."
Bei diesem Vers aus dem heutigem Evangelium, der streßigen Adventszeit, in der keine recht Besinnlichkeit aufkommen will und Advent, als Zeit des Erwartens der Ankunft Gottes in der Welt und im Leben jeden Einzelnen, fällt mir die kleine Erzählung vom "Anderen Trommler" ein:
„Wer sagt denn, dass wir verzweifelt dem Erfolg nachjagen und dass wir uns hoffnungslose Betriebsamkeit stürzen müssen? Findet sich einer, der mit seinen Gefährten nicht im Gleichschritt geht, so hört er vielleicht den Klang einer anderen Trommlers. Lasst ihn doch dem Takt jener anderen Musik folgen, die an sein Ohr dringt, mag sie auch noch so langsam oder von fernher erklingen.“
(Henry David Thoreau)
Vielleicht gelingt es ja doch ab und an in der Stille der Erwartung, die leisen Töne des anderen Trommlers zu vernehmen...
(Diese Erzählung passt auch super zu meinem neunen Lieblingswort: Alteritätstoleranz *grins*)
Dein "Alteritätstoleranz" bringt mich zu Edith Stein. Stichwort: Phänomenologie religiösen Erlebens und Empathie.
Die leisen Töne des anderen Trommlers hören!?
"Ich werde am Du;
Ich werdend spreche ich Du."
(Martin Buber)
Kommentar veröffentlichen