3. Oktober 2009

Anklopfen bei Gott?!

„Was tut man, wenn man vor einem Haus steht, oder in diesem Fall einer Blockhütte, in dem sich möglicherweise Gott aufhält? Soll man anklopfen? Vermutlich wusste Gott bereits, dass Mack hier war. Vielleicht war es am besten, einfach hineinzuspazieren und sich vorzustellen, aber das schien genauso absurd. Und wie sollte er Gott anreden? Sollte er ihn Vater nennen, Allmächtiger oder vielleicht Herr Gott? Und sollte er dann demütig vor Gott auf die Knie fallen, obwohl ihm danach nun wirklich nicht zumute war?“
William Paul Young, Die Hütte – Ein Wochenende mit Gott

2 Kommentare:

Lisa hat gesagt…

Als ich diese Szene aus dem Roman "Die Hütte - Ein Wochenende mit Gott" gelesen habe, musste ich herzhaft lachen und grinsen. Ich habe mich sponzan mit dem Protagonisten sehr verbunden gefühlt, denn wohlmöglich würde ich genau dieselben, scheinbar lärchlichen Fragen stellen, wenn ich vor der Haus Tür von Gott stände.

Möglicherweise stellen wir uns täglich aufs Neue tatsächlich nicht anders an...

Vor der Tür

Du brauchst Gott weder hier noch dort zu suchen;
Er ist nicht ferner als vor der Tür des Herzens.
Da steht er und harrt und wartet,
wen er bereit finde, der ihm auftue und ihn einlasse.
Du brauchst in nicht von weither herbei zu rufen:
Er kann es weniger erwarten als du, daß du ihn auftust.
Es ist ein Zeitpunkt: Das Auftun und Eingehen.
Meister Eckhart

Silke hat gesagt…

Liebe Lisa, ich vertraue darauf, dass mein Rahnerzitat unter dem Post von Michi für dich keinen Widerspruch zu Meister Eckharts Ermutigung bedeutet.

Vertiefendes alsbald.