Das Hohelied der Liebe aus dem Paulusbrief. Es erinnert mich immer an die Goldhochzeit meiner Großtante und meines Großonkels, sowie die Silberhochzeit meiner Großcousine mit ihrem Mann...
Die Gottesdienste, einer von Altpfarrer Seite, der andere vom Vikar in Lendringsen, beide auf ihre Weise ergreifend, berührend, einfach wundervoll...
Mein Erstkontakt war ein Textauszug, abgedruckt in einer Frauenzeitschrift, die beim Frisör auslag. Lange Zeit hielt ich es für ein Gedicht der deutschen Klassik. Als ich dann das vollstständige Hohelied beim Lesen der Paulusbriefe in der Bibel fand, da war mir als müsste ich mir die Schuhe ausziehen, wie Moses als er zum brennenden Dornbusch hintrat. Heiliger Boden, es ist mir Heiliger Boden. Anders kann ich es nicht beschreiben.
Ersetz beim Lesen einfach einmal in einer ruhigen, stillen Stunde immer das Wort Liebe mit GOTT ...
Vollkommenheit
Nur GOTT selbst, der ja die Liebe ist, kann so vollkommen lieben.
"Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesu offenbart; Ich geb mich hin dem freien Triebe, wodurch ich Wurm geliebet ward; Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken.
Wie bist Du mir so zart gewogen, Wie verlangt Dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen, Neigt sich mein Alles auch zu Dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, Du hast mich und ich Dich erlesen."
Text: Gerhard Tersteegen Musik: Dmytri Bortniansky
Mich interessieren eure Köpfe und euer Gedankengut, was ihr am Morgen versäumt und am Nachmittag tut. Mich interessiert bei den Jungen besonders ein schwarzes Schaf und bei den Mädchen die knospenden Augen nach kurzem Schlaf.
Mich interessieren die sterbenden Bäume am Wegesrand. Mich interessieren die Worte von Träumern auf grauer Wand. Mich interessieren die Lieder der Alten aus klassischer Zeit und meine schweigsamen Freunde nach heftigem Streit.
Mich interessieren eure Küchen und wie ihr die Teller spült, wie ihr bei Suppe und Brot den Gang der Geschichte fühlt. Mich interessiert, wenn ihr haushoch verliert und geschlagen seid, was ihr dann denkt und zu welchem Schritt ihr bereit.
Mich interessieren die schaukelnden Schiffe auf unserem Strom und die gebeugten Geschöpfe beim Beten in unserem Dom. Mich interessiert, ob der Heilige Geist sich der Menschheit erbarmt und dafür singt, dass die Menschheit sich plötzlich umarmt.
Mich interessieren die Menschen, die langsam zu Bahnhof gehen, beim Abschied sich küssen und wissen, dass sie sich nicht wiedersehn. All diese Menschen halten sich immer an Menschen fest, all diese Abende mit dem gefährlichen Tagesrest.
Darum, ihr Sterblichen, dank ich, dass ihr gekommen seid, uns zu ermutigen, weiterzumachen in grausamer Zeit. Mich interessiert eure Heiterkeit, ob Ihr schon weiter seid, weiter als ich. Das interessiert mich – wahnsinnig.
3 Kommentare:
Das Hohelied der Liebe aus dem Paulusbrief.
Es erinnert mich immer an die Goldhochzeit meiner Großtante und meines Großonkels, sowie die Silberhochzeit meiner Großcousine mit ihrem Mann...
Die Gottesdienste, einer von Altpfarrer Seite, der andere vom Vikar in Lendringsen, beide auf ihre Weise ergreifend, berührend, einfach wundervoll...
Mein Erstkontakt war ein Textauszug, abgedruckt in einer Frauenzeitschrift, die beim Frisör auslag. Lange Zeit hielt ich es für ein Gedicht der deutschen Klassik. Als ich dann das vollstständige Hohelied beim Lesen der Paulusbriefe in der Bibel fand, da war mir als müsste ich mir die Schuhe ausziehen, wie Moses als er zum brennenden Dornbusch hintrat. Heiliger Boden, es ist mir Heiliger Boden. Anders kann ich es nicht beschreiben.
Ersetz beim Lesen einfach einmal in einer ruhigen, stillen Stunde immer das Wort Liebe mit GOTT ...
Vollkommenheit
Nur GOTT selbst,
der ja die Liebe ist,
kann so vollkommen lieben.
"Ich bete an die Macht der Liebe,
die sich in Jesu offenbart;
Ich geb mich hin dem freien Triebe,
wodurch ich Wurm geliebet ward;
Ich will, anstatt an mich zu denken,
ins Meer der Liebe mich versenken.
Wie bist Du mir so zart gewogen,
Wie verlangt Dein Herz nach mir!
Durch Liebe sanft und tief gezogen,
Neigt sich mein Alles auch zu Dir.
Du traute Liebe, gutes Wesen,
Du hast mich und ich Dich erlesen."
Text: Gerhard Tersteegen
Musik: Dmytri Bortniansky
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