19. März 2009

Soviel Verfinsterung auf dieser deiner Welt,
mein Gott, mehr oft als zu ertragen
in unserem Vermögen steht.
Nachtwanderer sind wir, gefährdet allemal,
der Dunkelheit uns ganz zu übereignen,
nicht mehr zu gewahren die
tröstlichen Zeichen um uns her.
Doch dürfen wir’s verschweigen?
Die Nacht ist voller Sterne!
Geschieht’s nicht mitten in der Nacht,
dass ein Unglücklicher
ein verstehendes Herz findet?
Dass ein Leidgeprüfter einwilligt
in sein Geschick?
Dass Schuld Verzeihen empfängt und
einer seinen Gott lobpreist im Dunkeln?

(Antje Sabine Naegeli)


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